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1. Sept 2020
Grüße an die SPD

Aktien oder Bürgerkrieg

Steile These, aber ja, wir haben die Wahl zwischen Aktien und einem Bürgerkrieg in Deutschland, in Europa oder vielleicht sogar auf der Welt. Aktien können uns davor retten, da sie das effektivste Instrument sind um soziale Gerechtigkeit herzustellen.
Ja! Die Schere zwischen ärmeren und reichen Menschen wird größer (ist sie schon immer). Da werden mir vielleicht einige der Finanzkollegen widersprechen, aber die Statistiken deuten in die gleiche Richtung (egal von wem manipuliert). Und das ist schlecht. Mit Brot und Spiele, beziehungsweise veganen Burgern und Netflix kann man die Leute nur eine Zeit lang ablenken. Irgendwann holt Dich die unangenehme Wahrheit ein. Spätestens wenn Du Dir das Netflix Abo und den veganen Burger nicht mehr leisten kannst, die Miete schon seit 3 Monaten überfällig ist und Du das dritte Mal innerhalb einer Woche beim Schwarzfahren erwischst wurdest, fängst Du an Schuldige für Dein Elend zu suchen. Ein weiser Mensch sagte mal "Man kann eine kleine Menge Menschen lange für dumm verkaufen. Man kann auch eine große Menge Menschen für kurze Zeit für dumm verkaufen. Aber eine große Menge für lange zeit für dumm verkaufen, das geht nicht."
Wer ist also Schuld daran, dass arme Leute ärmer werden, während Reiche immer noch reicher werden? Zunächst stimmt das so nicht. Reiche werden reicher, ja. Aber Arme werden nicht ärmer. Im Gegenteil. Sie werden ebenfalls reicher. Nur deutlich langsamer. Wenn Du das nicht glaubst, solltest Du Dir 5 Minuten überlegen, ob es besser ist heutzutage arm zu sein, oder vor 100 Jahren. Oder vor 1000 Jahren, als der Job des Klopapiers noch von Maden und anderen kleinen Fiechern in Deinem Hintern gemacht wurde. Also, Arme werden ebenfalls reicher, nur deutlich langsamer und auch nur langfristig gesehen (und natürlich auch nicht alle).
Das Problem ist der Vergleich: zu sehen wie andere schneller reich werden als man selbst, macht wütend – Stichwort Neidkultur. Ja, auch das ist leider war, in 99,9% der Fälle geht es um Neid, denn es gibt immer noch ärmer Menschen. Manche haben in anderen Ländern eine Lebenserwartung von 16 - 20 Jahren weil sie häufig an Vergiftungen der "Lebensmittel", die sie aus dem Müll fischen, sterben. Dagegen ist jeder Hartz 4-Empfänger ein König.
Nur durch den Neid also, empfindet man sein Elend als besonders elend und sucht einen Schuldigen. Logisch, das sind "die Reichen". Die haben es nicht nur dicke, die ziehen es auch noch anderen aus der Tasche! Die haben Millionen, Milliarden! Die könnten locker was abgeben, ein Milliadär spürt das doch gar nicht, wenn man ihm 1, 2 oder 10 Millionen wegnimmt (immerhin hat er dann noch 990 Millionen). Die Theorie stimmt sogar ein Stück weit, aber sie hat einen entschiedenen Denkfehler. Millionäre und Milliadäre haben ihre Mäuse ja nicht in bar auf irgendwelchen Berliner Stadt-Sparkassen Konten rumliegen. Nein, auch nicht in "den Steueroasen" (was genau soll das sein? Die Kaimanische Insel-Stadtsparkasse??).
Nein, das Geld "steckt" in Firmen. Es IST die Firma. Milliadäre sind fast ausschließlich Unternehmer und Besitzer einer oder mehrerer Firmen. Und nur der Firmenwert lässt sie in die Forbes100 Liste auf (und ab)steigen.
Hier liegt auch der Grund, warum Reiche schneller reich werden. Firmen verdienen ganz einfach besser, schneller und mehr Geld. Sie schütten es in Form von Gewinnen an Ihre Anteilseigner aus oder reinvestieren es und werden so wertvoller.
Wenn wir das so weiter vor sich hin entwicklen lassen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass wir hier tatsächlich irgendwann einen Bürger- oder Länderkrieg erleben. Das ist tatsächlich meist dann der Fall, wenn die Ungleichheit in der Wohlstandsverteilung am höchsten ist. Die Armen gehen auf die Barikaden, wollen die Reichen stürzen, sich nicht weiter ausbeuten lassen und verdammt nochmal selbst ein Stück vom Kuchen haben. Krieg! Blut! Kapitalistenschweine! Tooood! Ok, vielleicht nicht ganz so drastisch, aber es wird vermutlich irgendwann mal knistern. Oder krachen.

Was also ist die Lösung? Antwort: Aktien. Jeder, egal mit welchem Einkommen, kann Anteile an Aktiengesellschaften kaufen und selbst zum Unternehmer werden. Es gibt in den 2020er Jahren dermaßen viele Möglichkeiten mit Kleinstbeträgen von 25 Euro pro Jahr(!) an der Wirtschaft und Firmen teilzuhaben. Es ist kein Privileg mehr (wie tatsächlich noch vor einigen Jahren – da kam nicht jeder an Aktien!), sondern für jeden Menschen ziemlich einfach und schnell zugänglich. Es liegt an Dir selbst, nicht nur für den Umsatz und Gewinn deines Arbeitgebers zu arbeiten, sondern für Deinen eigenen! Werde selbst zum Unternehmer.
Wirst Du damit reich? Statistisch gesehen sehr unwahrscheinlich. Aber wenn Du dich etwas bildest und schlau machst, den Aktienmarkt kennenlernst und nicht blind irgendwas kaufst, wirst Du auch nicht arm sterben.



Nächster Vortrag

Grüne Investments
am Montag, 14. September 2020

100 Euro Note

In diesem Vortrag geht es um grüne, um nachhaltige, um moralisch/ethisch richtige Investments. Ich zeige Stolperfallen auf, gebe Tipps und Tricks um zu grünen Investments zu kommen und zeige Beispiele in Form von Fonds und Aktien, in die man investieren kann.

Wie immer unter folgendem Link: https://meet.ffmuc.net/Budget-Allokation

Schreib mir an severin.iberl@gmx.de um von mir Reminder zu den Terminen und News zu Vorträgen, Q&A Sessions und anderen Live-Events zu bekommen.



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